Auslandssemester in Südafrika: Mein erster Wein ist fertig!

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Vor gut zwei Wochen bin ich in hier in Stellenbosch, Südafrika, angekommen und versuche nun, all die ersten Erfahrungen und Eindrücke aus Uni und Alltag kurz zusammenzufassen. Da es hier ja vor allem um Wein geht, beginne ich mit dem fachlichen Teil: 😉

Ich belege an der Uni insgesamt vier Kurse: die Sprache Afrikaans, zwei Weinbaukurse, in denen es um Rebenphysiologie im Jahresrhythmus, Krankheiten und spezielle regionale Rebsorten geht, sowie einen Önologiekurs, in dem wir ganz praktisch unsere eigenen kleinen Mengen an Wein produzieren. Direkt am Montag ging es bereits mit unseren ersten Rotweintrauben los. Unsere Gruppe besteht aus vier Leuten, zwei Südafrikanern, einer Austauschstudentin aus Amerika und mir. Direkt am ersten Tag haben wir die Trauben mit Hefe beimpft und die ganze Woche neben den Univorlesungen die Maische untergestoßen, um am Freitag bereits den jungen Wein von den Trauben abzupressen. Dass das so schnell ging, ist auch der Sorte zu verdanken: „Pinotage“ heißt die, sie gärt sehr schnell und bringt viel Farbe mit, ist also bekannt und beliebt als unkomplizierter Wein! Nun haben wir ihn in ein kleines 50-Liter-Barrique gelegt und lassen ihn etwas reifen. Gleichzeitig müssen wir die Trauben für die nächsten zwei Weine im Auge behalten, denn neben dem Rotwein werden wir noch einen Weißwein und einen Süßwein herstellen – mehr dazu aber zu gegebener Zeit!

Allgemein kann ich von der Uni vor allem eins berichten: dass sie sehr groß ist! 😀 Ganz Stellenbosch scheint aus verteilten Gebäuden und Fakultäten zu bestehen, gefühlt gibt es hier mehr Studenten als sonstige Einwohner. Es ist eine sehr schöne Stadt, die gut in das touristenfreundliche, weiße Südafrika passt. Dennoch würde man abends nicht unbedingt alleine nach Hause laufen und genau in diesem Zwiespalt versuche ich mich noch zurecht zu finden. Die Uni und ihre Studenten wirken fast amerikanisch, das Rugbyteam wird gefeiert, die Jungs und Mädels sehen alle braun gebraunt, durchtrainiert und nach Surfern aus. Auch ich habe mir das erste Rugbyspiel der Saison nicht entgehen lassen – und während des Spiels auch die Regeln kennengelernt.

Da ich sehr schnell in das Semester hier gestartet bin, habe ich mich bisher vor allem in und um Stellenbosch aufgehalten. Trotz sehr heißen Temperaturen haben wir bereits zwei Wanderungen gemacht, gestern ging es sogar auf den Tafelberg in Kapstadt hoch. Der ist das Wahrzeichen der Stadt und heißt so, weil er aussieht wie ein Tisch / eine Essenstafel („Table Mountain“, s. Foto ganz oben). Da es eine Wandergruppe von der Uni aus gibt, habe ich mich dort angemeldet und wir sind eine weniger touristische, dafür sehr kletterlastige und schöne Route gegangen, um oben nicht vom Blick auf Kaptstadt, sondern von einem kleinen Stausee überrascht zu werden! War sehr kalt, hat aber gut getan, mal reinzuspringen!

Sonst waren wir am Wochenende natürlich auch schon am Meer, haben ein Winetasting mitgemacht und andere Deutsche, Austauschstudenten aus aller Welt und Südafrikaner kennengelernt.

Doch auch die Uni fordert viel Zeit ein, in zwei Wochen steht mein erster Test an und generell gibt es sehr viele Hausarbeiten und Ausarbeitungen, die man während des Semesters abgeben muss. So versuche ich mich noch einzufinden, eine gesunde Balance zwischen Freizeit und Uniarbeit zu finden, mein Englisch zu verbessern und so viel Wein wie möglich zu verkosten!

Ich melde mich bald wieder, ganz liebe Grüße vom anderen Ende der Welt! 🙂

JasminAuslandssemester in Südafrika: Mein erster Wein ist fertig!

2 Comments on “Auslandssemester in Südafrika: Mein erster Wein ist fertig!”

  1. Angela Reuther

    Hallo Jasmin,

    vielen Dank für den sehr schönen und interessanten Bericht. Es klingt, als hättest Du Dich schon gut eingelebt und nach dem üppigen Lernstoff auch noch Zeit die schöne Natur zu entdecken.
    Noch viel Spaß und weiterhin eine tolle Zeit.
    Pass auf Dich auf !!!

    Viele liebe Grüße
    Lilli, Noah, Angela und Peter

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